| EEG
Elektroenzephalographie
Was?
Das EEG wird anschaulich auch als “ Hirnstromkurvenbild“ bezeichnet.
Da Nervenzellen ihre Informationen über elektrische Impulse weiterleiten, kann die Summe dieser Impulse
mit Hilfe von Ableitelektroden über der Kopfhaut als Hirnstromkurvenbild aufgezeichnet werden.
Wie?
Zur Untersuchung wird Ihnen eine Kopfhaube exakt angepaßt, in der die Filzelektroden verankert werden.
Während der etwas länger dauernden Untersuchung sollten Sie versuchen, sich zu entspannen ohne aber
dabei einzuschlafen.
Im weiteren Verlaufe werden Sie von uns aufgefordert, die Augen zu öffnen und zu schließen
oder für 3 min. tief zu atmen (Hyperventilation) oder in ein flackerndes Licht zu schauen (Photostimulation).
Warum?
Das EEG ist eine gefahrlose und schmerzfreie Untersuchungsmethode. Es wird zur Diagnostik und Verlaufskontrolle
z.B. bei Patienten mit Anfällen (Epilepsie) eingesetzt. Aber auch bei vielen anderen Erkrankungen finden sich typische Veränderungen im EEG (z.B. Hirntumoren, Infektionen usw.).
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Dopplersonographie
Was?
Mit Hilfe von Ultraschall misst die Dopplersonographie die Strömung des Blutes in den Gefäßen in unserem
Falle der Gefäße, die das Gehirn versorgen. So können z.B. Gefäßverengungen (Stenosen) oder Gefäßverschlüsse
nachgewiesen werden.
Wie?
Bei der extrakraniellen Dopplersonographie (= außerhalb des Schädels) werden die zum Gehirn führenden
Gefäße mit einer Stiftsonde (Ultraschallsonde) am Hals abgefahren. Die transkranielle Dopplersonographie
(= durch den Schädel) stellt die Strömungsverhältnisse innerhalb des Schädels bzw. des Gehirns dar durch Aufsetzten
der Ultraschallsonde auf der Schläfe und im Nacken. Die abgeleiteten Signale werden sowohl hörbar gemacht
(zur schnelleren Beurteilung) und als auch aufgezeichnet (zur Dokumentation).
Warum?
Die bei weitem häufigste Erkrankung, die zu Gefäßverengungen führt, ist die Arteriosklerose begünstigt
durch Risikofaktoren wie z.B. Rauchen, Bluthochdruck, Übergewicht, Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus)
oder erhöhte Blutfette.
Typische Folge ist der Schlaganfall (eine Durchblutungsstörung des Gehirns).
Die Dopplersonographie ist sehr wichtig zur Früherkennung und Verlaufsbeobachtung sowie entscheidend
für die Therapie (z.B. ob medikamentöse oder operative Therapie).
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Elektroneurographie
Was?
Nerven leiten ihre Information in Form elektrischer Impulse weiter.
Diese Eigenschaft kann durch Setzen künstlicher elektrischer Impulse zur Untersuchung der Funktionsfähigkeit
eines Nervens ausgenützt werden. Dies ist das Grundprinzip der Elektroneurographie, einer Methode zur Messung
von Leitfähigkeit und Leitgeschwindigkeit eines Nervens.
Wie?
Der zu prüfende Nerv wird durch kleine elektrische Impulse gereizt. Während der Untersuchung werden Sie dies
als ein Zucken (bei Reizung eines Nervens, der einen Muskel versorgt) oder als Kribbeln spüren (bei Reizung eines
Nervens, der Berührung oder Schmerz von der Hautoberfläche weiterleitet). Auf der Haut aufgeklebte
Oberflächenelektroden leiten diese Impulse im weiteren Verlauf des Nervens wieder ab.
Diese Impulse werden von uns aufgezeichnet und genau ausgemessen.
Warum?
Form, Größe und Dauer der abgeleiteten Impulse geben genaue Auskunft über den möglichen Ort und das
Ausmaß einer Nervenschädigung (z.B. bei Schädigungen durch Verletzungen oder häufiger durch anhaltenden
Druck auf den Nerven).
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EMG
Elektromyographie

Was?
Muskeln arbeiten nur auf Nervenimpulse hin. Diese Muskelarbeit kann in Form elektrischer Potentiale durch
Oberflächenelektroden über dem Muskel abgeleitet werden. So können sowohl Erkrankungen der Muskeln als
auch der sie versorgenden Nerven erkannt werden.
Wie?
Um diese sehr kleinen elektrischen Muskelpotentiale darzustellen, müssen sie mit Hilfe einer feinen Nadelelektrode
im Muskel selbst abgeleitet werden. Hochverstärkt werden die kleinen Potentiale hörbar bzw. auf dem Bildschirm
sichtbar gemacht. Sie sollten versuchen den untersuchten Muskel möglichst zu entspannen, um so eventuell
auftretende Schmerzen zu vermeiden oder zumindest deutlich zu mindern.
Warum?
Die abgeleiteten Aktivitätsmuster lassen Muskel- oder Nervenschäden in ihrem Ausmaß genau erkennen und lassen
eine Prognose über den weiteren Verlauf der Erkrankung zu. Wichtig ist dies z.B. nach Unfällen oder im Rahmen
chronischer Allgemeinerkrankungen (z.B.: Schädigung der langen Beinnerven bei Diabetes mellitus) oder bei
Muskelerkrankungen (z.B. entzündliche Muskelerkrankungen).
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EP
Evozierte Potentiale

Was?
Die Methode beruht auf dem Prinzip, ein Sinnesorgan (z.B. das Ohr)so zu reizen, daß sein entsprechender Rezeptor
(z.B. der Hörnerv) erregt (evoziert) wird. Diese Signale (Potentiale) werden über das Rückenmark und /oder den
Hirnstamm zu seinem spezifischen Areal im Großhirn weitergeleitet, wo diese Potentiale durch Ableitelektroden ähnlich
wie beim EEG aufgezeichnet werden können.
Wie?
Je nachdem welches Sinnesorgan untersucht werden soll, müssen verschiedene Reize eingesetzt werden:
Das Ohr wird durch einen Klicken über einen Kopfhörer stimuliert
= AEP (akustisch evoziertes Potential).
Das Auge wird durch ein rhythmisch von schwarz zu weiß wechselndes Schachbrettmuster auf einem Monitor gereizt
= VEP (visuell evoziertes Potential).
Die sensiblen Nerven, die die Berührung der Haut wahrnehmen, werden durch ein Kribbeln (feine elektrische Reize) erregt
= SEP (sensibel evozierte Potentiale).
Abgeleitet werden diese „evozierten Potentiale“ meist mit 2-3 feinen Nadelelektroden aus der Kopfhaut.
Wir möchten Sie bitten, sich während der Untersuchung möglichst zu entspannen, da dies die Ableitergebnisse deutlich
verbessert und eine Überlagerung durch Artefakte (fehlerhafte Potentiale) vermindert.
Sollten Sie eine Brille tragen, bringen Sie diese zur Untersuchung bitte mit.
Warum?
Nervenschäden an Armen oder Beinen lassen sich sehr gut mit Hilfe der Elektroneurographie (siehe dort) diagnostizieren.
Die Ableitung der evozierten Potentiale erfasst Schäden im weiteren Verlauf des Nervens bis zum Großhirn: Schäden,
wie sie z.B. bei Druck, Durchblutungstörungen oder Entzündungen am Rückenmark und Hirnstamm oder bei der multiplen
Sklerose (MS) durch Verlust der Isolierschicht der Nerven auftreten können.
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ENG
Elektronystagmographie

Was?
Mit Hilfe des ENG zeichnen wir Augenbewegungen auf. Die Augen werden nicht nur durch das, was wir sehen
wollen gesteuert, sondern darüber hinaus durch ein komplexes Zusammenspiel von Gleichgewichtsorgan, Sehrinde und
weiteren Teilen des Gehirns (Kleinhirn und Hirnstamm). Das ENG gibt Auskunft, ob diese Systeme korrekt arbeiten, und ob
das Zusammenspiel funktioniert.
Wie?
Vor der Untersuchung kleben wir Ihnen Ableitelektroden um die Augen herum auf. Anschließend bitten wir Sie,
den Punkten oder Streifen auf dem Bildschirm vor Ihnen nach unseren Erklärungen mit den Augen zu folgen.
Gleichzeitig zeichnen wir die Bewegungen Ihrer Augen auf.
Warum?
Leidet ein Patient unter dem Symptom Schwindel, bietet diese Methode eine Möglichkeit das Gleichgewichtsorgan
und seine weiteren Verknüpfungen mit anderen Hirnteilen genau zu untersuchen, um festzustellen, welches der
Systeme möglicherweise erkrankt ist die Grundlage für einen individuellen Therapieplan.
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